stehend v.l.: Michael Razen (Trainer), Phillip Engel, George Cadar, Max Beyster, Henning Kiel, Marc Popp, Luca Sattler , Radu Balazs, Marcel Jonscher, Jonas Biaesch, Sascha Weigel, Noah Methner, Ole Reeb, Benedikt Ploner.
hockend v.l.: Patrick Engel, Tim Durchdewald, Marco Zinnel, Lasse Merten, Vladut Vlad, Alexander Briesen, Jannik Seibert, Jana Pabst (Physio).
Es fehlt: Fynn Merten
(kun). Die größte Veränderung im Lager der Landesliga-Handballern der TG Friedberg hat im Sommer auf der Trainerposition stattgefunden. Mit Michael Razen steht ein neuer Chefcoach an der Seitenlinie der Kreisstädter, der sich nach sieben Jahren beim TSV Lang-Göns mit dem Engagement in Friedberg nun einer neuen Herausforderung stellt. „Ursprünglich hatte ich geplant, eine Handball-Pause einzulegen. Die Hartnäckigkeit der Friedberger Verantwortlichen, die in den vergangenen Jahren immer wieder mal bei mir angeklopft hatten, hat mich letztlich aber davon überzeugt, das Angebot der TG Friedberg anzunehmen“, nennt Razen die Gründe für seinen Wechsel in die Kreisstadt. Mit Patrick Engel, Philipp Engel und Sascha Weigel hat Razen drei Akteure aus Langgöns mit nach Friedberg gebracht. Einziger Abgang ist Christian Schmidt, der im Sommer zur HSG Wettertal wechselte. „Wir haben unseren Kader qualitativ verstärkt und sind auch in der Breite besser aufgestellt. Durch die drei Neuzugänge haben wir die Mannschaft um Spielertypen ergänzt, die dem Team in der abgelaufenen Saison vielleicht gefehlt haben“, glaubt Razen. Patrick Engel soll mit seiner Erfahrung die Führungsrolle im Angriff übernehmen. In der Deckung wird Sascha Weigel der Chef im Ring sein. Zu den weiteren Leistungsträgern im Team zählen der hochtalentierte Rückraumschütze Max Beyster und der Friedberger „Dauerbrenner“ Marco Zinnel. „Mit der Vorbereitung können wir alles in allem recht zufrieden sein. Natürlich waren die Abläufe aufgrund der Coronasituation doch etwas anders als in den Vorjahren. Inhaltlich haben wir den Schwerpunkt auf unser Spielsystem in Abwehr und Angriff gelegt. In der neuen Saison wird unser Spiel deutlich schneller und variabler sein“, erklärt Razen. Als Zielsetzung für die neue Saison haben sich die Kreisstädter einen einstelligen Tabellenplatz auf die Fahnen geschrieben. „Das Ziel muss sein, den Verein in der Landesliga zu etablieren. Der Kampf um den Klassenerhalt war in Friedberg in den vergangenen Jahren häufig bis zum letzten Spieltag ein Thema. Das macht es den Verantwortlichen was die Planungen für die Folgesaison angeht natürlich sehr schwer. In diesem Jahr wollen wir von Beginn an fleißig punkten, damit wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben“, erklärt Razen. Einen klaren Favoriten auszumachen fällt dem Friedberger Übungsleiter dagegen schwer. „Nach der langen und ungewöhnlichen Vorbereitung ist es nicht leicht, eine Prognose für die neue Saison abzugeben. Unter normalen Umständen ist für mich die HSG Lumdatal der Topfavorit auf den Aufstieg. Dazu gesellen sich die HSG VfR/Eintracht Wiesbaden und der TV Idstein. Traditionell wird es ein Überraschungsteam geben, das sich lange oben halten wird“, ist Razen überzeugt.

Das sagt der Trainer: „Der neuen Saison blicke ich mit großem Optimismus entgegen. Ich bin froh, einen solch breiten Kader mit vielen jungen, talentierten Spielern zu haben. Wir wollen die TG Friedberg auf Dauer in der Landesliga etablieren. Viel wichtiger ist aber auch, die jungen Spieler an dieses Niveau heranzuführen, ihnen Spielzeit zu geben und sie zu entwickeln. Die Bereitschaft der Jungs, neue Dinge anzunehmen und alte Muster zu verändern, beeindruckt mich sehr. Wir haben in diesem Jahr ein sehr junges, hungriges Team, verfügen aber auch über erfahrene Spieler, die den Youngsters eine gewisse Stabilität und Sicherheit geben. Das ist aus meiner Sicht der richtige Weg, um ein schlagkräftiges Team für die Landesliga zu stellen. Ich bin gespannt, wo uns die Reise hinführen wird. Unser Ziel ist es, einen für die Zuschauer attraktiven Handball zu spielen, der im besten Fall auch erfolgreich ist.“