Vorbericht TG Friedberg – HSG Wettertal
Alles anders in dieser Woche bei der TG Friedberg. Aufregende Tage liegen vor und hinter den Herren I, die am letzten Samstag sich endlich wieder belohnen konnten und das vor heimischen Publikum. Und nun geht’s an einem Freitag ins Derby. Eigentlich werden die Derbys auf Freitage gelegt, um Terminüberschneidungen zu vermeiden und mehr Besucher in die Halle am Seebach zu bekommen. Blöd nur, wenn die DHB-Auswahl ihr Halbfinale auch an dem Tag spielt. Aber wir haben alle Räder in Bewegung gesetzt und mit der IHF ausgehandelt, dass beide Kracherspiele nicht gleichzeitig stattfinden. Keine Ausreden mehr für die Fans der TG, die erst Deutschland und dann die Herren I schauen können, um dann am freien Samstag die Faschingssitzungen der Wetterau zu stürmen.
Doch bevor es ans Feiern geht, muss zuhause die Festung verteidigt werden. Dies gelang letzte Woche gegen die Lindener Zweite bereits sehr gut, nun kommt der nächste Gegner aus den unteren Gefilden der BOL. Die HSG Wettertal steht mit den eben genannten Linden II und Lollar punktgleich auf den letzten 3 Plätzen und ist aktiv am Abstiegskampf beteiligt. Ihre bisherigen 8 Punkte konnte sie nur zuhause erkämpfen, jedoch auch gegen das Top-Team aus Heuchelheim.
Also mal wieder nur auf die Tabellenplätze schauen, bringt nichts. Denn die untere Hälfte liegt sehr nah beieinander und grade Derbys haben ihre eigenen Gesetze. Erstrecht, wenn manbedenkt, dass dies (wahrscheinlich) eines der letzten Derbys gegen Friedberg für den noch Wettertaler Coach Sven Tauber ist. Der nach Florstadt wechselnde Übungsleiter wird alles dran setzen wichtige Punkte zu sammeln. Dabei helfen wird sicherlich Lukas Walter, der routiniert und konstant gute Leistungen im Trikot der HSG erzielt. Ansonsten ist viel Rotation im Kader der Wettertaler, wenn man den Spielberichten folgt. Wer also sonst noch heute für Furore sorgen soll, bleibt abzuwarten.
Aber auch auf Friedberger Seite sieht es nicht besser aus. So war grade das gestrige Training sehr „fingerlastig“. Diverse Blessuren wurden schnell getaped, doch grade bei den beiden Halben Alen und Peppi half etwas Klebeband nicht mehr wirklich. Während Peppi bereits seit dem letzten Spiel mit kaputter Kapsel und dickem Finger zu kämpfen hat, verletzte sich Alen schwerer im Training. Sein Finger glich einer Matheklausur der 7. Klasse. Hier konnten Stauchung und Winkel des kleinen Fingers berechnet und das Ergebnis dann in der Notaufnahme begutachtet werden. Somit sieht es nicht gut aus im Rückraum der TG. Hinzu kommt, dass unser Dauerbrenner Durchdewald krankheitsbedingt die weiße Fahne schwenken muss und auch Söhnke weiterhin mit Knieschmerzen nur punktuell eingesetzt werden kann. Auch Louis fehlte die Woche im Training.
Doch im Derby zählt der Kampf mehr als die bloße Anzahl an Kämpfenden. Und so wird die TG zu ungewohnter Zeit um 20 Uhr am Freitagabend das Wochenende mit einem Kracher in der Wetterau einleiten. Kommt vorbei und beweist, dass der Plan aufgeht mit Freitagsspielen mehr Schaulustige in die Arena am Seebach zu locken!
